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Auszug aus der schwäbischen Zeitung

Artikel vom 10.01.2023

Auszug aus der Schwäbischen Zeitung vom 10.01.2023

Von Milena Sontheim

DettingenDettingens Bürgermeister Alois Ruf ist von Putins Angriff auf die Ukraine geschockt. Er sei sich aber sicher, dass die Dettinger die Auswirkungen in schwäbischer Manier bewältigen können. Herausforderungen für 2023 sind dagegen bei geplanten Baugebieten zu meistern.

Herr Ruf, wie blicken Sie auf das Jahr 2022 zurück?
Der von Putin angeordnete kriegerische Angriff auf die Ukraine hat mich überrascht und geschockt. Ein viele Menschen vielfältig in hohem Maß belastender Krieg in Europa war für mich nicht im Bereich des Möglichen. Gott sei Dank hat der Coronavirus ab April 2022 viel weniger ernsthafte Erkrankungen verursacht. Deshalb konnten die geselligen und dorfgemeinschaftlichen Aktivitäten, die in unserem Dorf sehr ausgeprägt sind und von vielen Einwohnern gern genutzt werden, wieder stattfinden. Dies hat unseren Vereinen und anderen Organisationen mit ihren ehrenamtlichen Funktionären sowie vielen Einwohnern vom Kleinkind bis zu unseren Senioren gutgetan.
Die meisten Einwohner unseres Dorfes sind sparsame Schwaben. Sie sind auch schon vor der Energiekrise sparsam mit ihrem Heizungs- und Stromverbrauch umgegangen. Viele von uns wohnen in ihren eigenen Häusern und haben auch noch Holzöfen, die sie mit Holz aus ihrem eigenen Wald oder mit preisgünstig erworbenem Holz befeuern. Die meisten Dettinger haben in gut schwäbischer Manier finanzielle Reserven, mit denen sie die Mehrausgaben für die thermische und elektrische Energie sowie für die Lebenshaltung erträglich bewältigen können. Für unsere Gemeinde sind die Sparsamkeit, die finanziellen Reserven und die erträgliche Bewältigung auch zutreffend.

Für 2022 war der Ausbau von Kitaplätzen geplant. Sind Sie zufrieden mit der Planung? Sind die Räume zum neuen Kitajahr bezugsfertig?
Seit dem Jahr 2015 haben wir bei uns in unserer Gemeinde mit ihren rund 2700 Einwohnern weit überdurchschnittliche Geburten. Auch den Zuzug von Familien mit Kindern im Kitaalter. Immer mehr Eltern wünschen auch, dass ihr Kind früher und mit Mittagessen in unserer Kita aufgenommen wird. Im Jahr 2021 hat deshalb der Gemeinderat aufgrund der guten Finanzlage von unserer Gemeinde beschlossen, dass in nur rund 100 Metern Entfernung zu unserer Kita für zwei weitere Gruppen in einem Neubau die Räumlichkeiten und ein Freispielbereich geschaffen werden sollen. Mit den Bauarbeiten wurde im März 2022 begonnen. Sie sind sehr zügig vorangekommen. Wenn nichts Außergewöhnliches dazwischenkommt, wird unser Neubau bis Ende August 2023 bezugsfertig sein. Durch die attraktiven Räumlichkeiten sowie den naturpädagogisch gestalteten Freispielbereich sind wir auch zuversichtlich, das erforderliche pädagogische Fachpersonal rechtzeitig gewinnen zu können. Dieser schmucke Kita-Neubau in der Mitte unseres Dorfes wird ein weiterer Baustein sein für die Familienfreundlichkeit von unserer Gemeinde.

Welche wichtigen Vorhaben sind für 2023 geplant?
Im Mischgebiet „Nord II“ haben wir weitere 13 innerörtliche Wohnungsbauplätze, einen gemischt und einen gewerblich nutzbaren Bauplatz erschlossen und auch schon fair zugeteilt. Im Zusammenhang mit dem Ausbau des landkreisweiten Backbone-Netzes im Bereich von unserer Gemeinde haben wir weitere gemeindliche Leerrohre für die Breitbandversorgung verlegt. Mit der OEW Breitband GmbH wurde auch rechtzeitig ein Kooperationsvertrag abgeschlossen. Für den Ausbau ist bereits die Förderung vom Bund bewilligt worden.
Bei unserer denkmalgeschützten Unterdettinger Kapelle, deren Baulast durch eine alte Vereinbarung der bürgerlichen Gemeinde obliegt, haben wir die Außenfassaden frisch renoviert. An ihrem viel frequentierten Standort ist sie nun wieder ein Schmuckstück unseres Dorfes. In guter Zusammenarbeit mit der Gemeinde haben mehrere von unseren ortsansässigen Gewerbebetrieben dankenswerterweise größere Baumaßnahmen auf den Weg gebracht. Dadurch werden weitere circa 60 Arbeitsplätze bei uns geschaffen. Unsere Lebensmittel-Nahversorgung wurde damit auch verbessert. Darüber hinaus ist eine weitere Physiotherapie-Praxis bei uns eröffnet worden.

Welche Herausforderungen muss Dettingen im Jahr 2023 meistern?
Im Jahr 2023 werden wir unseren Kita-Neubau fertigstellen und auch weitere 29 preisgünstige gemeindliche Wohnungsbauplätze erschließen. Von diesen werden wir im Jahr 2023 aber nur einen Teil zum Kauf anbieten, damit wir in den Folgejahren auch wieder preisgünstige Bauplätze für Bauwillige zur Verfügung haben. Wir werden auch konkret untersuchen lassen und festlegen, auf welchen großen Dächern von gemeindlichen Gebäuden baldmöglichst Photovoltaikanlagen aufgebaut werden. Des Weiteren haben wir vor, in guter Zusammenarbeit mit der Wild Projektentwicklung GmbH das Bebauungsplanverfahren für das 2,5 Hektar große innerörtliche Wohnbaugebiet „Am Kreuzberg I“, das 75 Wohneinheiten umfasst, rechtsverbindlich abzuschließen und mit der baulichen Verwirklichung zu beginnen.

Auf was freuen Sie sich persönlich am meisten im Jahr 2023?
Durch die seit Jahren verwirklichten gemeindlichen Projekte ist unsere Gemeinde auf einem objektiv guten Stand. Wir haben keinen Investitionsrückstau, keine Schulden und finanzielle Reserven. Eine besondere Herausforderung wird wohl die Anschlussunterbringung der unserer Gemeinde zugewiesenen Flüchtlinge.

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