Gemeinde Dettingen an der Iller

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Auszug Schwäbischen Zeitung

Artikel vom 11.01.2018

Auszug aus der Schwäbischen Zeitung vom 10.01.2018

Mit dem Wohn- und Geschäftshaus ist Ende vergangenes Jahres ein zukunftsweisendes Infrastruktkurprojekt in der Dettinger Ortsmitte fertiggestellt worden. Im Interview erklärt Bürgermeister Alois Ruf, was die Illertalgemeinde noch beschäftigt hat und was in diesem Jahr ansteht. Außerdem wirft er einen Blick auf die Wahl am Sonntag.

Herr Ruf, am 14. Januar ist Bürgermeisterwahl, Sie streben Ihre fünfte Amtszeit an. Weshalb haben Sie sich für eine erneute Kandidatur entschieden?
Dettingen an der Iller ist seit Geburt mein Heimatdorf. Ich habe hier eine schöne Kinder- und Jugendzeit erlebt. Hier habe ich auch mein Häusle gebaut und meine Familie gegründet. In meiner bisherigen Amtszeit habe ich bis auf ganz wenige Ausnahmen die Dettinger Bürgerinnen und Bürger als anständige, hilfsbereite und sympathische Menschen kennen und schätzen gelernt. Mit solchen Menschen und für solche Menschen vernünftige und nützliche gemeindliche Maßnahmen zu überlegen, vorzubereiten und zu verwirklichen war für mich zufriedenstellend und erfreulich. Ich hoffe auch für alle daran Beteiligten, für unsere Dorfgemeinschaft und für viele Dettinger in ihrem persönlichen Bereich. Wenn ich mit dem Fahrrad oder zu Fuß durch unser Heimatdorf und auch durch unsere Gewerbegebiete fahre beziehungsweise gehe, dann erfüllt mich immer wieder Zufriedenheit, was wir Dettinger in guter Zusammenarbeit von Gemeindeverwaltung, Gemeinderat und den Bürgern geschafft haben.
 
Trotzdem könnten Sie sich nach 32 Jahren auch in den wohlverdienten Ruhestand verabschieden.
Gott sei Dank bin ich gesund und fit. Ich erachte dies und solche Bürger wie vorstehend beschrieben als Geschenk und als Verpflichtung. Das Bürgermeisteramt in meiner Heimatgemeinde war für mich ein gern geleisteter Freundschaftsdienst. Es hat mich daher gefreut und motiviert, dass ich von Beschäftigten unserer Gemeinde, von Gemeinderäten, von Vorsitzenden und Funktionären von örtlichen Vereinen und Gruppen und von Bürgerinnen und Bürgern gebeten wurde, das für unsere Gemeinde mit deren Einwohnern, Vereinen und Betrieben in vielfacher Weise wichtige Amt doch noch ein paar Jahre fortzuführen.
 
Was Sie sich in einer Befragung nochmals bestätigen ließen.
Als für mich gegebenenfalls sehr wichtige Vertrauens- und Arbeitsbasis habe ich die Mitarbeiter unserer Gemeindeverwaltung und die zwölf Gemeinderäte gebeten, in einer geheimen Befragung mir kundzutun, ob sie aufgrund ihrer zum großen Teil schon vieljährigen und ihren aktuellen Erkenntnisse aus „erster Hand“ meine eventuelle Weiterführung des Bürgermeisteramts für noch circa drei Jahre als gut für unsere Gemeinde/Dorfgemeinschaft erachten würden. Alle Mitarbeiter unserer Dettinger Gemeindeverwaltung und Gemeinderäte haben diese Frage mit ja beantwortet. In nächster Zeit wird der Erwerb von Grundstücken entscheidend wichtig sein für eine weitere gute Entwicklung unserer Heimatgemeinde. Derzeitige und frühere Gemeinderäte sind der Meinung, dass ich dabei unserer Gemeinde/Dorfgemeinschaft im Besonderen nützlich sein kann durch das beim fairen Kauf von 128 Hektar erworbene Vertrauen. Meine Heimatgemeinde kann sich auch jedes Jahr um die 110 000 Euro an Pensionsumlage und Personalausgaben sparen, wenn ich fleißig weiterarbeite. Diese Einsparung können wir Dettinger für vernünftige Maßnahmen einsetzen.
 
Ihre Gemeinde hat 2017 in zentraler Lage ein Wohn- und Geschäftshaus errichten lassen. Welche Bedeutung hat dieses Projekt?
Im Oktober 2015 hat das einzige Fleisch- und Wurstwarengeschäft in unserer Gemeinde geschlossen. Zahlreiche Bürger und im Besonderen ältere Menschen haben daraufhin den Wunsch geäußert, dass es möglichst bald wieder so eine Einkaufmöglichkeit bei uns geben sollte. Seit Jahren war auch ein oft mitgeteiltes Bürgeranliegen ein gutsortiertes Backwarengeschäft mit einem Café als weitere Ergänzung zu einer guten Wohn- und Lebensqualität in unserem Dorf. Diesen Wünschen entsprechend wurde von der Gemeinde als „Sahnehäubchen“ für die umfangreichen Baumaßnahmen in unserem Dorfkernbereich in den Jahren 2010 bis 2016 dieses Projekt mit vier gemeindlichen Wohnungen im Ober- und Dachgeschoss in zentraler Lage verwirklicht. Es ist ein weiteres Schmuckstück und eine attraktive Bereicherung und Belebung unserer Dorfmitte. Unsere Gemeinde hat Gott sei Dank eine gute Finanzlage. Aufgrund der aktuell und wohl auch in den nächsten Jahren zu erwartenden Zinssituation war diese 1,4 Millionen-Euro-Baumaßnahme auch ein gute Geldanlage für einen Teil der finanziellen Rücklagen unserer Gemeinde.
 
Welche weiteren Ereignisse haben 2017 eine zentrale Rolle gespielt?
Zur Vermeidung von höheren Ausgaben und als Beitrag zu einem gefälligen Dorfbild sind kleinere Bauschäden an gemeindlichen Gebäuden saniert und diese frisch renoviert worden: das gemeindliche Gebäude Kirchweg 14 (Hausarztpraxis), die Schulturnhalle mit den beiden Musikproberäumen und das Rathaus. In der Festhalle und im Dorfgemeinschaftshaus sind auch funktionelle und optische Verbesserungen realisiert worden. Im innerörtlichen Wohnbaugebiet „Dorfmitte I“ mit 20 Bauplätzen, das von der Gemeinde 2013 erschlossen und zwischenzeitlich weitgehend mit neuen Wohnhäusern bebaut worden ist, wurde auf die Fahrbahnen der Asphaltfeinbelag aufgezogen. Für den Gemeindebauhof wurde ein neuer Kompaktschlepper mit Winterdienstausrüstung beschafft. In das frühere Sportheim sind drei ebenerdige Wohnungen eingebaut worden. Insbesondere für ältere Dettinger, denen ihr bisheriges Wohnhaus mit Vorplatz und Garten zu beschwerlich geworden ist. Zur Unterbringung von Flüchtlingen und deren Nachzug von Familienangehörigen wurden in einem Teil des von der Raiffeisenbank im Dezember 2016 gekauften Gebäudes fünf Räumlichkeiten und Gemeinschaftseinrichtungen eingebaut.
 
Welche Vorhaben stehen 2018 im Fokus?
Die Erneuerung der Trinkwasser-Hauptversorgungsleitung zwischen Dettingen und unserem Teilort Kleinkellmünz mit der baulich aufwendigen Unterquerung der A 7. In diesem baulichen Zusammenhang werden wir im Baubereich auch andere Leitungen (Breitband) und Leerrohre neu verlegen, Anschlüsse für weitere zukünftige innerörtliche Bauplätze sowie die Fahrbahn und die Straßenbeleuchtung neu herstellen. Durch diese neue Hauptleitung soll auch ein zweiter leistungsfähiger Versorgungsstrang vorhanden sein für die Betriebe in unseren Gewerbegebieten „Bei der Autobahn-Anschlussstelle I – III“ mit ihren mehr als 600 Beschäftigten. Nach der Kostenberechnung summieren die Baukosten auf rund 1,3 Millionen Euro.
 
Und in Sachen Bauland?
Im innerörtlichen Bereich hat unsere Gemeinde seit dem Jahr 2006 schon fast 40 Bauplätze erschlossen. Im Jahr 2018 kommen weitere sechs hinzu. Nach der Kostenberechnung mit Erschließungskosten von rund 205 000 Euro. Bereits im Januar/Februar wird die Gemeinde auf einer Fläche von 1,5 Hektar im Landschaftsschutzgebiet „Iller-Rottal“ eine weitere ökologische Ausgleichsfläche schaffen. Aufgrund des großen Bedarfs an Wohnungsbau-Bauplätzen sind für den Grunderwerb von Rohbauland und für einen Bebauungsplan 630 000 Euro im Haushaltsplan 2018 veranschlagt. Auf dem gemeindlichen Friedhof werden weitere Urnengräber bereitgestellt. Im weitläufigen Abwasserkanalnetz werden die bei der jüngsten Überprüfung festgestellten Undichtigkeitsstellen saniert.
 
Auf welche Themen wollen Sie im Fall einer Wiederwahl in ihren letzten Jahren als Dettinger Bürgermeister besonders Wert legen?
Wie bisher auf Bürgernähe und Bürgerfreundlichkeit. Auch für die Bürger und Betriebe weiterhin ausgabensparende gemeindliche Steuern und Gebühren. Ein Anliegen wird mir auch weiterhin sein, die Wertschätzung und die überdurchschnittliche Unterstützung unserer örtlichen Vereine und anderen Organisationen. Besonders einsetzen werde ich mich auch dafür, dass für die ortsansässigen Bauwilligen wie seit 32 Jahre ohne Wartelisten stets preisgünstige und für sie vorteilhafte gemeindliche Bauplätze zur Verfügung sind. Eine wichtige Aufgabe wird auch sein die Erweiterung unserer Kindertagesstätten oder eventuell ein kompletter Neubau. Des Weiteren der Bau einer gemeindlichen Wohnanlage mit betreuten Wohnungen, damit ältere Dettinger hier gut und lange in vertrauter Umgebung mit vertrauten Menschen leben können. Einsetzen werde ich mich auch für die Ansiedlung von weiteren Gewerbebetrieben.

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